Mach Dir ein Bild von... der Polizei

Polizei und Migranten lernen einander verstehen

Termine

Einander begegnen, Ängste und Vorurteileabbauen

Bei der Aktion „Mach Dir ein Bild von der Polizei“ wollten wir in Erfahrung bringen, welches Bild sich Menschen mit Migrationshintergrund von der Polizei machen, aber auch, welches Bild die Polizei von Menschen mit Migrationshintergrund in unserer Stadt haben. Ein Zusammenkommen beider Seiten sollte dabei helfen, Ängste und Vorurteile zu verstehen und gegenseitig abzubauen.

 

Polizisten und Menschen mit Migrationsgeschichte gemeinsam

Es sollten einerseits Menschen mit Migrationshintergrund erreicht werden, deren Bild von der Polizei überwiegend von Angst und Misstrauen geprägt ist. Andererseits sollten Beschäftigte der Polizei erreicht werden, die keine oder selten Gelegenheit hatten, mit kürzlich Geflüchteten oder schon lange in Deutschland lebenden Migranten in einen persönlichen Kontakt zu treten.

 

 

Polizei und Migranten essen, lachen, arbeiten und malen miteinander

Wichtig war uns, eine lockere Atmosphäre bei dem Zusammentreffen der Zielgruppen. Es nahmen zwanzig Polizisten und Polizistinnen und etwa ebenso viele überwiegend junge Menschen aus aller Welt mit Migrationshintergrund bei dem Workshop-Nachmittag in unserem Vereins-Standortteil.

Alle brachten Essen mit und bauten ein gemeinsames Buffet auf. Als Einstieg diente die Vorführung einer „Impro-Theatergruppe“deren Spielhandlung sich spontan nach den Zurufen und Ideen der Zuschauer richtete, wobei viel gelacht und gegenseitig applaudiert wurde. Danach erfolgte in moderierten Kleingruppen ein Austausch über eigene Erfahrungen der Polizisten mit Migranten, bzw. eigene Erfahrungen der Menschen mit Migrationsgeschichte mit der Polizei.

Jede Kleingruppe stellte dabei ihre Gesprächsinhalte auf Puzzleteilen dar. Zuletzt wurden alle diese Puzzleteile zu einem größeren gemeinsamen Bild zusammengesetzt und einander erläutert. Dieses große Puzzle schmückt nun eine Wand in Vereinsräumlichkeiten.

 

Vertrauen und Verbundenheit: „Lass uns das unbedingt mal wieder machen!“

Wir konnten ein deutliches, lebendigeres und verständnisvolleres Miteinander von jungen Menschen mit Migrationshintergrund und der örtlichen Polizei erzielen. Vorurteile wurden in den Kleingruppen herausgearbeitet, klar benannt und in persönlichen Gesprächen abgebaut. Es entstand viel Nachdenklichkeit und Verständnis bei den Teilnehmenden beider Gruppen. Für manche war es das erste Mal in ihrem Leben, dass sie über ihre Ängste und Vorurteile so persönlich, direkt und offen mit dem Gegenübersprechen konnten. Alle wünschten sich zum Schluss die Fortsetzung solcher Treffen, wozu bereits Ideen auf beiden Seiten zusammengetragen werden. Geplant ist eine Folgeveranstaltung zwischen Polizei und Menschen mit Migrationsgeschichte während der „Wochen gegen Rassismus“ im Frühjahr 2026.

 

Presseartikel zu diesem Projekt: